Last Updated: 17 July 2016

Etwas Geschichte

Es gibt drei wichtige Namen die im Zusammenhang mit Schüssler Salzen stehen:

  • Der Berliner Mediziner Rudolf Virachow (1821-1902), der die Zelle als kleinste Einheit des menschlichen Körpers erforschte
  • Der Niederländische Professor Jacon Moleschott (1822-1893), der erkannte, dass Mineralstoffe für diese Zellen lebenswichtig sind
  • Und schliesslich Wilhelm Heinrich Schüssler selbst (1821 – 1898), der versuchte aus diesen beiden Erkenntnissen ein Heilverfahren zu entwickeln. Die Schüssler Salze

 

 

Die Wirkungsweise

Die Zellen brauchen Mineralsalze um optimal wirken zu können. Daher werden sie auch gerne „Salze des Lebens“ genannte. Ist die Zufuhr nicht optimal gewährleistet, zum Beispiel durch unausgewogene Ernährung, Krankheitserreger oder anderes, so kann die Zelle nicht mehr optimal arbeiten und es kommt zu Mangelerscheinungen die zu Krankheiten führen können.

Diese Mangelerscheinungen werden zum Beispiel durch Bedürfnisse wie Heisshunger auf süsses, salziges, oder bitteres erkennbar. Aber auch die Gesichtshaut, deren Farbe, Struktur und Beschaffenheit, lässt Rückschlüsse auf allfällige Mangelerscheinungen führen. Man nennt dies Antlitzanalyse.

Allerdings darf man sich es nicht vorstellen als wenn der Körper ein Gefäss hat voller Salze und das kann man einfach füllen und dann ist gut. Mangelerscheinungen treten langsam auf und brauchen eben genauso lang, bis sie wieder behoben sind. Die Stoffe werden kontinuierliche von den Zellen benötigt. Daher sind viele Kuren oder Therapien auch nicht nach ein bis zwei Wochen abgeschlossen. Eine erste Besserung ist oft schnell ersichtlich, der Fortschritt danach aber oft langwierig.

Verbindung zur Homöopathie

Was Schüssler Salze und Homöopathie gemeinsam haben ist die Art der Herstellung. In beiden Fällen gilt, weniger ist mehr. Aus dem Grund werden die Mineralstoffe potenziert. Das bedeutet sie werden mit einem Trägerstoff, meist Milchzucker und Stärke, ein einem Bestimmten Verhältnis gemischt. Je öfter dieser Schritt der Mischung nun durchgeführt wird, umso höher wird die Potenz. Anders herum: Je höher die Potenz, umso weniger ist noch vom Wirkstoff enthalten.

Schüssler Salze sind in der Regel in der Potenz 6, auch D6 genannt, erhältlich. Es gibt Ausnahmen die in D12 verfügbar sind, also noch stärker verdünnt.

Anwendung

Es gibt verschiedene Möglichkeiten Schüssler anzuwenden. Entweder in Wasser auflösen und über den Tag verteilt trinken, als „heisse 7“ in einer Tasse mit heissem Wasser auflösen und langsam trinken, oder einzeln im Mund zergehen lassen. Neben Tabletten gibt es auch Tropen zur Einnahme. Als Alternative zur Einnahme gibt es von einigen Herstellern auch Cremes oder Salben mit den Wirkstoffen, die über die Haut aufgenommen werden.

Einsatzgebiete

Besonders gute Erfahrung habe ich im Einsatz von Schüssler Salze während der Schwangerschaft gemacht. Aber auch Während Fastenkuren, für Sportler oder für die Übergangszeiten wenn Depressionen und Erkältungen drohen können sie sehr gut eingesetzt werden. Ebenso bei akuten Beschwerden sei es mit den Muskeln, Stoffwechsel, Erkältung oder anderes. Welche Nummer für sie die richtigen sind und wie viele davon wie genommen werden sollten, kann ihnen ein Naturheilpraktiker oder Drogerist sagen

Verträglichkeit

Die meisten Schüssler Salze basieren auf Milchsäure und Stärke. Manch Hersteller haben Kartoffelstärke im Einsatz, so dass sie auch für Personen mit Gluteunverträglichkeit eingenommen werden können. Andere Hersteller verzichten aus Milchzucker, so dass diese eine Alternative für Personen mit Laktoseintoleranz gut angewandt werden können. Ansonsten können auch Tropfen auf Alkoholbasis zur Anwendung kommen. Grundsätzlich sind Schüssler Salze sehr gut verträglich und weissen keine Nebenwirkungen auf.